03. August 2009 - Magalaupe (Oppdal) - Mosjøen

3. August - Magalaupe (Oppdal) - Mosjøen

Früh am Morgen setzt das altbekannte leichte Plattern auf dem Zelt ein und uns wird wiedermal bewusst, dass wir in Norwegen sind, wo Regen eben auch dazu gehört. Doch ist es nur ein kleiner Schauer und somit ist das Zelt nicht wirklich feucht. Da wir am abend schon gegen 21 Uhr geschlafen haben und außer der kleinen stabilisierenden Maßnahme am Zelt keinen Zwischenfälle hatten, konnten wir weitestgehend durchschlafen.

Um halb acht halten wir es aber dann doch nicht mehr aus und machen uns ein kleines Frühstück mit Kaffee, heiße Schokolade und Kekse um danach relativ schnell all unsere Sachen zu packen und schon um 9:19 vom Campingplatz zu fahren. Wir haben uns sicherheitshalber die Regenkombis angezogen, denn es tröpfelt jetzt stärker und bei den düsteren Farben des Himmels wissen wir nicht, was da noch so runterkommen wird.



In Oppland lösen wir nun auch endlich unser Brot- und Getränkeproblem, wobei sich letzteres etwas als neues Problem erweist, da wir die 4x1,5 Liter erst einmal verstauen müssen. Letztendlich verzurren wir das 4er-Pack auf meiner Packrolle und nehmen den heutigen Tag in Angriff.

Glücklicherweise zeigt sich bald, dass der Horizont sehr viel heller ist und so wird das Wetter von Kilometer zu Kilometer immer besser. In Trondheim sind dann auch die letzten Regentropfen gänzlich verschwunden und die eine oder andere leicht blaue Stelle wird sichtbar.

Wir passieren Trondheim recht schnell und folgen der E6 noch gute weitere 20 km um an einer etwas günstigeren Tankstellen den Bikes wieder etwas Saft zu geben.

Die E6 entwickelt sich nun so langsam von einer 6- und 4-spurigen Schnellstraße (max. 90km/h) zu einer kurvigen Landstraße, auf der die 80km/h vollkommen ausreichen, um dennoch Spaß in den Kurven zu haben.

Bis auf die paar Male, wo wir LKWs oder Wohnmobile überholen sind wir relativ allein unterwegs. Nach guten 280 km machen sich die Knochen aber dann doch etwas bemerkbar und meine Knie haben genug von den, durch die Regenkombi, rangepressten Knieschonern. Es sind mittlerweile 23°C geworden, was man sich heute morgen wirklich nicht vorstellen konnte. Somit wird es Zeit den etwas entfernteren blauen Wolken genug Vertrauen zu schenken und die Regenkombis einzupacken.



Da es inzwischen 14:30 ist und die Kekse von heute Morgen so langsam doch nicht mehr für einen gefüllten Magen sorgen, nutzen wir die kleine Pause um etwas vom frisch gekauften Brot und der Salami zu essen. Getränketechnisch sind wir weiterhin auf die letzte Caprisonne angewiesen, da wir unsere gerade verzurrten Cokes lieber nicht anrühren.

Weiter geht es wiedermal auf der E6, wo ich mir die Zeit etwas damit vertreibe Mr. O zu filmen und ab und zu während der Fahrt ein Bild von der Landschaft zu machen. Zum ersten Mal kommen wir nun auch mal in den Genuss der "Manuellen Verkehrsregelung".

Hierbei darf man eine einspurige Baustelle erst durchfahren, wenn ein Auto mit einem "Bitte Folgen" Schild einem dies erlaubt. Es werden dabei immer so viele Autofahrer mitgenommen, wie gerade angekommen sind. An einer Baustelle sehen wir gerade das Ende der Schlange etwas weiter voraus über den Hügel fahren und zumindest ich denke mir, dass wir etwas zu spät sind, doch das freundliche Mädel winkt uns noch durch, sodass wir zur geführten Gruppe aufschließen können.

Gegen 16:15 erreichen wir das große Eingangstor nach Nordland, was uns sehr freudig stimmt und was natürlich auf einen Foto festgehalten werden muss.





Mr. O zeigt mir dann, dass im Navi der Mosjøen Campingplatz eingetragen ist, welcher "nur" noch 100 km entfernt ist. Zwar tun uns schon ganz schön die Ärsche weh, aber dieses Etappe schaffen wir mit Sicherheit noch.

Es folgen recht schöne kurvige 70min, in denen noch eine einspurige Baustelle und Unmengen an zu überholenden Wohnmobilen und Lkws sind.



Gegen 17:45 erreichen wir Mosjøen Camping und suchen uns einen schöne Stelle in der Nähe der Waschräume und ergattern eine Tisch-/Sitzgarnitur.



Dann bauen wir noch schnell das Zelt auf und stillen unseren Hunger mit Chinanudeln und Brot mit friesischem Käse. Mr. O checkt derweil die heutigen Wegpunkte und stellt fest, dass wir morgen gut bis an den Entscheidungspunkt der E6 kommen werden, wo sich die Frage der Fährtfahrt auf die Lofoten oder weiter Richtung Narvik stellt.

Er schaut ebenfalls nochmal nach wo wir den Polarkreiscenter finden und programmiert ihn ins Navi ein, damit ich morgen nicht daran vorbeifahre.

Da der Akku vom Laptop mal wieder etwas Saft benötigt, nehme ich ihn mit in die Küche, um zumindest etwas die Akkus aufzuladen, währenddessen ich das Geschirr wasche.

Zurück am Zelt nehmen wir die Wertsachen am Mann und den Laptop und das Navi in die Koffer um kurz in den rewe 1000 um die Ecke zu gehen. Mr. O sucht sich heute mal die Sorlandet Chips mit Kandoori-Geschmack aus, welche er aber später nicht wirklich gut findet.

Wir sitzen noch eine Weile draußen, während ich ein paar Zeilen schreibe und Mr. O langsam darum bettelt ins Bett gehen zu dürfen und behauptet, dass ihn niemand liebt. Schweinerei!!!

Fazit: Es waren heute recht lange 520 km, welche sich nun in Müdigkeit und Verspannung deutlich machen, dennoch erweist sich die E6 als ausgesprochen schön zu fahren, da sie recht kurvig ist und auch landschaftlich ein schönes Panorama bietet.

Als Wohnmobilist kommt man aber sicherlich nicht so schnell voran wie wir, denn die Überholmöglichkeiten halten sich in Grenzen und sind selbst für uns so manchmal eine Geduldssache.

Das Wetter hat sich am Ende doch noch gutmütig gezeigt, sodass ich einen leichten Sonnenbrand im Gesicht durch das Visier bekommen habe. Mittlerweile zieht sich der Himmel etwas zu, aber die freundlichen Mädels vom Campingplatz meinten es sei kein Regen angesagt. Schauen wir mal was so kommen mag.

3.8.09 22:45

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