05. August 2009 - Sortland-Stø

Es scheint heute Nacht gar nicht richtig dunkel geworden zu sein, zumindest war es beim Einschlafen hell und auch das Aufwachen war bei helllichtem Tage. Dieses Mal sind wir neben dem Geschwaffel der Schweizer Radfahrer aber eher von der Sonne aufgewacht, da das Zelt unsagbar warm wurde und wir erst einmal die Seitenfenster öffnen mussten, damit es halbwegs erträglich ist. Es ist kaum zu glauben, aber wir haben tatsächlich keine Regenwolken am Himmel.

Mr. O will noch schnell die Wegpunkte des Navis auf den Rechner ziehen doch gelingt dies nur bedingt, da der Akku nur noch 10 min hält und Mr. O recht schnell vor einem schwarzen Bildschirm sitztt. Ich schlage deshalb vor, dass wir unser Frühstück in der Nähe der Waschküche und den Steckdosen verbringen, damit wir die Kiste wieder zum laufen bringen.

Glücklicherweise gibt es da auch ein paar Campingstühle, sodass wir halbwegs bequem frühstücken können. Leider führt neben der Waschküche auch der Weg zu den Toiletten weshalb wir etwas wie auf einem Präsentierteller sitzen. Aber egal da müssen wir jetzt durch.

Nach dem Essen fange ich schonmal an die Schlafsäcke, Kissen, Decken und Matratzen einzupacken. Als nach gut einer dreiviertel Stunde der Laptop scheinbar immernoch nicht aufgeladen ist, löse ich Mr. O ab, der erst einmal dringenderen Bedürfnisse folgen muss, bevor er seine Sachen verpacken und das Zelt soweit abbaubereit macht.



Wir beschließen den Laptop nicht komplett aufzuladen und die restlichen Sachen einzupacken. Letztendlich fahren wir gegen halb elf los Richtung Stø, wobei uns das Navi über Myre führt, wo wir zu einem Tiefstpreis von 11.45Nok tanken, obwohl Mr. O das für Überflüssig hält.

Die Strecke nach Myre ist übrigens wieder ein Hingucker schlechthin, sodass wir nur mit 50 km/h entlangzuckeln und ab und an ein Foto machen.



Nach Myre geht es dann mit Blick auf Andøy und seine durch das Sonnenlicht blau schimmernde Küste durch das Moorland zum lustig klingenden Ort Klo und dann westlich weiter nach Stø, wo wir recht deutlich darauf aufmerksam gemacht werden, wo die Walsafaris starten.



Als wir am Arctic Whale Center ankommen steht eine riesigen Menschentraube gerade vor einem Trawler und bekommt die Einweisung.



Wir gehen in den Center hinein und fragen nach einem freien Termin, wobei für uns der morgige Tag vollkommen ausreichend ist. Uns wird für morgen eine Teilnahme garantiert, nachdem wir unsere Daten hinterlassen haben. Wir sollen morgen um 11 Uhr spätestens am Center sein und um 12 Uhr geht es los. Die Fahrt dauert dann 7 Stunden und es gibt einen kleinen Snack und Suppe inklusive.



Wir gehen wieder raus uns schauen dem mittlerweile beladenen Trawler beim Ablegen zu, wobei Mr. O nur zustimmend das Ablegemanöver befürwortet und hinzufügt, dass eben viele Sachen bei kleinen und großen Booten gleich sind. Das Schiff fährt nun langsam aus dem Hafen, während wir uns auf der Suche nach einen Bleibe machen, wobei wir ersteinmal den Ratschlag einer Dame aus dem Arctic Whale Center folgen und bei einem ortsansässigem Hüttenvermieter nachfragen.



Leider ist dort nur die Übernachtung für eine Nacht möglich und nicht für zwei, weshalb wir weitersuchen. Auch der Campingplatz ist nicht wirklich eine Option, denn dieser scheint eher auf Wohnmobile und Carawananhänger ausgelegt zu sein. Der Boden ist zumindest plan aber steinig und somit spaßig für die Heringe.

Wir fahren also zurück und halten Ausschau nach weiteren Hütten, wobei auch das Sjøhus am Hafen keine wirklich Möglichkeit zu bieten scheint. Zumindest sieht man nicht, wo sie sein soll und richtig attraktiv sieht es auch nicht aus. Selbst auf der Fahrt zurück Richtung Klo lässt sich nichts finden, sodass wir die letzte Alternative nutzen und im Café des Arctic Whale Centers nach einem Raum für 2 fragen. Glücklicherweise ist tatsächlich für zwei Nächte noch was frei und so nehmen wir für insgesamt 1100 Nok das Zimmerchen mit kleiner Küche und TV in Reichweite der Walsafari.



Im Raum angekommen entladen wir erst einmal schnell die Bikes und fahren kurze Zeit später nach Myre um unsere etwas gebeutelten Geldreserven aufzufüllen und etwas leckeres für den Abend zu kaufen. In Myre entdecke ich auch die beiden Holländer wieder, welche gerade nach Stø abbiegen.

Nach dem Geldholen fahren wir weiter zum Rema 1000 und holen uns Reis mit Thai Curry und Hühnchenfleisch, sowie hoffentlich genug zu trinken und ein paar Leckereien wie Trinkjoghurt (Jordbaer - Erdbeere) und Haribo's. Da es doch recht warm ist, beschließen wir uns auf den Rückweg zu machen, was aber schon an der nächsten Kreuzung hinfälig wird, als wir beschließen nach Nyksund zu fahren.

Leider stellt sich recht schnell heraus, dass die Straße ihr besten Zeiten hinter sich hat und überall losen Schotter rumliegt. Das freut natürlich Mr. O's Herz ungemein, aber zum Glück war es ja auch zu einem großem Teil seine Idee.



Die Fahrt nach Nyksund ist landschaftlich wieder ein Traum, obwohl das Örtchen selbst eher baufällig und wenig spektakulär scheint. Von hieraus gehen wohl einige Eismeerfahrten los ehr aber auch nicht.





Auf dem Rückweg begegnen uns dann auch ein paar Schaafe auf der Straße und irgendwann sind wir auch wieder auf besser befahrbarer Straße, welche Richtung Stø wieder durch das moorähnliche Land führt.



In unserem Raum checken wir erst einmal etwas die Lage und machen uns später mit reichlich Sonnenschutzcreme auf den Weg zum Campingplatz, wo wir weiter zu einem kleinen Aussichtspunkt der Hafeneinfahrt laufen um dort einen Weile im Sonnenlicht zu sitzen.







Danach laufen wir zurück zum Arctic Whale Center und kaufen uns Cola und Arctic Water, wobei letzteres Mr. O recht gut schmeckt, da es Zitronengeschmack enthält ohne großartig Zucker zu verwenden. Also letztendlich genauso, wie wenn mach zuhause frischgepressten Zitronensaft in kalten Wasser gibt.



Gegen 18 Uhr gehen wir ins Zimmer und ich mache uns die indische Köstlichkeit, wobei Mr. O im Lofotenbuch die nächsten Ausflugsmöglichkeiten beschreibt.

Nach dem Essen suchen wir uns dann die möglichen Unterkünfte der nächsten Tage heraus und programmieren das Navi dementsprechend.

Danach laden wir noch die Bilder von der Kamera. Während ich den Bericht für heute schreibe kämpft Mr. O mit den Packtaschen um uns das heutige Nachtlager zu bereiten, welches mal nicht aus aufgeblasenen Matten sondern einer richtigen Federkernmatraze besteht.

5.8.09 19:30

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