15. August 2009 - Nyheim - Namskogan - Nyheim

Am Morgen kuscheln wir uns trotz bestem Wetter nochmal eine Runde zusammen in eines der 5 Minibetten und bewegen unsere Knochen erst gegen 10 Uhr aus dem Bett heraus. Ich nutze schnell mal wieder die Dusche, während Mr. O schonmal den Wetterbericht checkt. Beim Frühstück fällt dann unsere Entscheidung zwei weitere Nächte hier zubleiben, da die angesagte Regenfront scheinbar Montag vorübergezogen ist. Ich sehe das Fahrrad der Besitzerin vor der Rezeption gehen und laufe schnell hin, um weitere zwei Tage zu bezahlen. Da es schon fast in der Nachsaison ist, versuche ich einfach mal mein Glück uns frage nach einem Rabatt wegen der Verlängerung. Prompt kostet unsere Hütte statt 350 NOK nur noch 300 NOK, das sind immerhin 12 Euro gespart.

Danach holen ich die Kleiderpackrolle von Mr. Os Motorrad, damit wir uns endlich etwas legerer umziehen können. In der Hütte stelle wir dann fest, dass die obersten Klamotten etwas klamm sind. Es scheint also zumindest etwas Feuchtigkeit in die Klamotten gezogen zu sein. Wenn wir uns hier schon so lange aufhalten, dann lohnt es sich auch die Wäsche zu waschen, so packe ich schnell alles in eine Schüssel und laufe der netten Dame von der Rezeption entgegen, die gerade wegfahren will. Zusammen mit ihr stelle ich das Programm ein und bezahle die 60 NOK, welche ebenfalls die Nutzung des Trockners beinhalten dessen Funktionsweise sie mir auch gleich zeigt. Die Waschmaschine erinnert mich an die alte DDR-Waschmaschine in Rostock, da die Trommel von oben befüllt und verschlossen werden muss. Ansonsten ist es aber ein modernes Gerät, dass mir sagt, dass es in einer Stunde 50 Minuten fertig sein wird. Ich gehe also zurück in die Hütte, wo Mr. O mir freudig berichtet, dass es doch ganz schöne Angeboten an VW T5 Modellen gibt und dass wir uns unbedingt mal eines ansehen müssen. Wir finden auch heraus, dass es in Berlin einen größeren Händler gibt, welcher sicherlich mal einen Besuch Wert wäre.



So langsam trudeln auf dem Campingplatz neue Gäste ein, wobei auch ein deutsches Paar kurz schaut, aber nach kurzer Besichtigung weiterfährt. Ob das eine so schlaue Entscheidung war, wagen wir zu bezweifeln, denn die Hütte sind wirklich in Ordnung und günstig im Vergleich zu dem was Richtung Polarkreis kommt.

Die Norweger machen es sich dann auch gemütlich und sitzen fast alle vor ihren Hütten in der Sonne. Da gerade die sanitären Anlagen geputzt werden, kann Mr. O erst später duschen, sodass wir warten bis die Wäsche fertig ist, damit sie in den Trockner kann, bevor wir uns in den nur 1 km entfernten Ort Namskogan machen.



Der Weg dorthin führt ein kurzes Stück am Wasser entlang zu einem Rastplatz, andem zwei Deutsche gerade mit einem Einmalgrill ihren Hunger stillen. Mr. O bekommt daraufhin auch wieder Lust zu grillen, doch weise ich ihn auf seine bisherigen Enttäuschungen mit der Hitze dieser Dinger hin.



Wir folgen nach der Tankstelle, an der wir gestern die Böcke getränkt haben ein kleines Stückchen der Straße.



Wir sehen auch zwei größere Fußspuren, welche gut und gerne von Elchen stammen könnten.



Da Mr. O die Überquerung der Autobrücke zu heikel ist, gehen wir eine kleinere Straße weiter rechts zu einer teilweise aus Holz gebauten Brücke um auch schon den COOP erreicht zu haben, welcher sich im Holmensenteret befindet und neben einem Blumenladen auch einen Haushalts-/Souvenirladen hat.



Hier sieht Mr. O doch tatsächlich seinen Schlafsack in den Regalen liegen. Neben allerlei nützlichen und unnützlichen Dingen findet sich auch dieses Mal nichts, was den daheimgebliebenen gefallen könnte und so gehen wir zum Einkaufen über.



Auf den ersten Blick stellen wir fest, dass es hier um einiges teurer ist als anderswo, doch was soll's, wir haben Urlaub und dazu auch noch Flitterwochen, also machen wir keinen Aufstand daraus. Nachdem Mr. O wieder mit den Einmalgrills (30 NOK!!! statt sonst 14,50 NOK) liebäugelt, diese dann aber doch nicht mehr so gut findet als er die Fleischauswahl sieht, mache ich den Vorschlag Bratkartoffeln mit Spiegeleiern zu machen.

Der Vorteil ist dabei auch, dass wir dann morgen ein richtiges Sonntagsei essen können. Wir bleiben dann noch an dem Regal mit dem Taco Dinner Kit hängen und beschließen es einfach mal zu probieren. Obwohl wir nicht recht sehen können was man so braucht, nehmen wir an dass neben Tomaten, Salat und Bohnen auch noch Hackfleisch benötigt wird. Den Salat lassen wir dann aber doch lieber sein, da es zu viel für einen Tag ist. Die Suche und Auswahl des Hackfleisches stellt sich dann aber doch als lustig heraus. In Deutschland gibt es Hackfleisch ja im Grunde nur ganz frisch abgepackt, sodass man es schön sehen kann. Das gibt es in Norwegen auch, man erfährt aber nicht so recht aus welchem Fleisch. Somit vergleichen wir einfach die Angaben auf der Verpackung und greifen zu einer wurstähnlichen Verpackung in der tatsächlich Hackfleisch sein soll. Neben Biola Trinkjoghurt greifen wir dann noch zu Gulost und Ziegenkäse.



Als wir aus dem Coop kommen haben die anderen Läden des Centers auch schon zu. Draußen sehe ich dann, das der COOP noch bis 16 Uhr also knapp 1,5h geöffnet hat. Wir laufen langsam zu unserer Hütte zurück, dieses Mal doch über die Autobrücke und setzen und nach dem Einräumen der Einkäufe ebenfalls etwas nach draußen.





Ich statte dann dem Trockner einen Besuch ab, muss aber feststellen, dass die Wäsche noch recht feucht ist und dass die Maschine nicht mehr arbeitet, bevor nicht jemand den Wasserbehälter entleert hat. Nachdem dies geschehen ist, trocknet er die Wäsche auch recht schnell.

Nachdem in der Bedienungsanleitung steht, dass sowohl das Sieb als auch das Wasser nach jeden Trockengang geleert werden soll, mache ich dies pflichtbewusst. Ich bin aber doch überrascht, dass nur sehr wenig Wasser neu gesammelt wurde. Das heißt wohl nichts anderes, als dass über mehrere Trockengänge das Wasser nicht gewechselt wurde, wobei ich hier nicht nur von 10 mal spreche. Die Wäsche ist nun aber schön weich und lässt sich schnell zusammenlegen.

Nun wird es dann aber auch Zeit etwas zu essen zu machen. Die Zwiebeln und Bohnen habe ich schon vorbereitet, sodass ich in der Gemeinschaftsküche nur noch alles zusammenschmeißen brauche und die Shells in den Ofen zu tun. Das mit dem Gehacktem in der Wurstverpackung ist allerdings gar nicht so einfach, denn man muss das ganze gut auseinander drücken und stochern, damit es einigermaßen an deutsches Hack erinnert und gut durchbraten kann.

Die draußen sitzenden Norweger amüsieren sich schon über mein Treiben, doch ich laufe unbeirrt mit dem fertig gekochten Essen in die Hütte, wo wir etwas umständlich versuchen die zerbrechlichen Shells mit dem Gebratenen zu füllen. Leider gelingt dies nur bedingt, sodass ich dazu übergehe die Shells vorher zu verkleinern und dann einfach dazu zu essen, was auch gut geht.

Nach dem Essen setzten wir uns noch etwas raus.Trotz Sonne ist es erstaunlich frisch, wenn man so unbewegt auf der Bank sitzt. Ich hole mir deshalb etwas Fensterputzmittel aus der Gemeinschaftsküche und suche die neugekauften Aufkleber heraus. Nachdem ich die Koffer etwas gesäubert habe, klebe ich den Polarkreisaufkleber drauf. Kaum klebt der Aufkleber drauf, fällt Mr. O auf, dass es ja der Schwarze und nicht der blaue ist. Ich will ihn sofort wieder lösen, doch Mr. O meint, dass er ruhig dran bleiben kann, da er sowieso nicht auf das Motorrad sollte. Naja ich bin dennoch etwas über mein Unachtsamkeit geknickt. Ich klebe noch den Å-Aufkleber auf den Koffer und putze etwas unsere Windschutzscheiben und Spiegel. Nachdem ich auch meiner Kette noch etwas Öl spendiert habe, schaue ich weiter Mr. O zu, welcher gerade SIMS 3 spielt.

Sobald die Sonne hinter den Baumspitzen verschwindet, ist es unangenehm kühl, sodass wir wieder in die Hütte gehen, so ich Mr. O zusehe, wie sein SIM eine Frau Heirat und ein Kind bekommt und sie zu Dritt nun in einem Haushalt wohnen.

Den Abend über schaue ich Mr. O noch etwas zu und nasche die Reste meiner Fruktnuss, während Mr. O die letzten Chips vertilgt.



Gegen 24 Uhr fallen mir dann aber zu sehr die Augen zu, sodass ich mich auf Ohr haue ohne einen Bericht zu schreiben, welcher somit auf morgen verschoben werden muss.

15.8.09 16:02

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